Feiern Sie mit uns am Sonntag, den 20. März 2011 ab 14 Uhr, das persische Neujahrsfest Nowruz am Herderplatz 4!
Am Samstag, den 26. März um 19 Uhr, laden wir Sie recht herzlich ein zu einem Konzert klassicher iranischer Musik im Forum-Saal des Leonardo Hotels, Belvederer Alle 25 in Weimar.

Wieder ist ein Jahr vergangen, der kalte Winter ist bald vorbei, der Frühling steht vor der Tür, die Natur erwacht erneut und färbt unsere Welt durch frische Blütenpracht mit den Farben der Hoffnung und Zuversicht. Der Sieg des Lichtes über die Dunkelheit der Wintermonate stellte seit je her für das persische Volk den Beginn des neuen Jahres dar. Völlig unabhängig von Glaube und Herkunft wird im persischen Kulturraum zum Zeitpunkt der Tag- und Nachtgleiche das neue Jahr gefeiert. Zum zweiten Mal möchten wir Sie zu diesem Anlass recht herzlich einladen, mit uns gemeinsam am Sonntag, den 20. März 2011 um 14 Uhr hier im Iranhaus Weimar am Herderplatz 4, nach alter Tradition das neue iranische Jahr 1390 oder nach zoroastrischem Kalender das Jahr 3749, zu feiern. An diesem Tag werden wir Ihnen die Tradition des "Haft Sin", der sieben glücksbringenden Dinge, näher bringen und bei Musik, Tee und orientalischen Köstlichkeiten den Frühlingsanfang gemeinsam feierlich begehen.
Später, um 18 Uhr, findet am festlich geschmückten Goethe-Hafez-Denkmal am Beethovenplatz in Weimar zu Ehren der beiden Großmeister der Poesie und Dichtung Goethe und Hafez eine Lesung aus Goethes "West-Östlicher Diwan", vorgetragen von Juliane Wünsche, und aus dem "Diwan von Hafez", gelesen von Pirusan Mahboob, statt. Zudem wird der Weimarer Künstler und der Leiter der Goethe-Hafez Galerie Weimar, Dieter M. Weidenbach, erstmalig einer breiteren Öffentlichkeit die drei Collagen "Der LiebendeYa Latif" vorstellen. Zum Abschluss des Tages sollen kleine Nowruz Geschenke Ihnen eine bleibende Freude bereiten.
Am Samstag, den 26. März um 19 Uhr, laden wir Sie recht herzlich ein zu einem Konzert klassischer iranischer Musik im Forum-Saal des Leonardo Hotels, Belvederer Allee 25 in Weimar. Nach der Lesung aus dem Buch der Könige werden junge Meister iranischer klassischer Musik uns unter der Leitung von Bamdade Falahati in das musikalische Reich von 1001 Nacht verführen.

18.30 Uhr Einlass
Genießen Sie persische Spezialität am reich gedeckten Nowruz-Tisch
19.00 Uhr Begrüßung der Gäste durch Pirusan Mahboob(Iranhaus Weimar)
Präsentation „Der Liebende Ya Latif“ Dieter M. Weidenbach (Weimarer Künstler)
Nowruz Glückwünsche durch Herr Asar Makan
Vortrag über die Nowruz Philosophie durch Dr. Kianoosh Kiani (Wisseschaftler, Schriftsteller und Stellvertretener Leiter der iranischen Nationalbibliothek)
19.30 Uhr Englische Lesung aus dem Shahnameh – Buch der Könige – von Ferdausi
Dieses berühmte Meisterwerk persischer Literatur und Weltliteratur ist mit seinen 60.000 Versen doppelt so umfangreich wie Homers Epen. In zahlreichen Sagen berichtet Ferdausi vom Leben und Abenteuer zahlreicher Könige und Helden aus der antiken Zeit Persiens.
19.50 Uhr Beginn des musikalischen Programms mit dem Sänger Bamdad Falahati begleitet von Behzad Khodarahmi, Hadi Montazeri, Masud Habibi
20.30 Uhr Ende der Abendveranstaltung
2009 veranstaltete die „West Östliche Diwan Festival Weimar “ erstmals
mit dem Partnerland Iran in Weimar und Iran ein großes Kulturfestival mit dem Ziel, kulturelle Brücken zwischen beiden Ländern zu bauen. Namenspatron ist Goethes „West-Östlicher Diwan“. Diese Gedichtsammlung schrieb Goethe im hohen Alter. Als Grundlage diente ihm eine Übersetzung des großen persischen Dichters Hafis, der im 13.Jahrhundert in der persischen Stadt Schirâs lebte. Mit diesem Werk suchte Goethe schon zu seiner Zeit den kulturellen Brückenschlag zum Orient und zum Islam. Zu Ehren dieser beiden Dichter errichtete Weimar 2000 auf dem Beethovenplatz das Goethe-Hafis Denkmal und setzte damit ein Symbol für kulturelle Toleranz. Mit der Ausrichtung des Festivals wagte der Initiator und Künstlerische Leiter Dr. Klaus Gallas, IRANHAUS als Hauptsponsor und die Stadt Weimar den Brückenschlag nach Iran. Um die kulturelle Völkerverständigung zu fördern, wird jedes Jahr ein anderes Land der islamischen Welt als Gast nach Weimar eingeladen (2010 Marokko, 2011 Syrien!). In Anbetracht der tiefen kulturellen Verbundenheit und der traditionell guten Beziehungen zwischen Deutschland und Iran, unterschrieben im Februar 2009 auf Initiative von Dr. Gallas Oberbürgermeister Stefan Wolf von Weimar und Bürgermeister Etemadi von Schirâs ein Memorandum zur Städtefreundschaft. Um den Weimarer Bürgern ein Bild jener fernen Stadt im Orient zu vermitteln stellt IRANHAUS zum Frühjahrsbeginn 2011 sein größtes und ältestes Fest in Weimar vor, und hofft, die Menschen neugierig machen zu können auf die andere Kultur Irans!
Jedes Jahr zur gleichen Zeit, Ende März, wiederholt sich in Iran ein Jahrtausende altes Fest: Eyd-e Nowruz – das persische Neujahrsfest. Auf Deutsch bedeutet es Neuer Tag und markiert den Beginn des iranischen Kalenderjahrs. Dieser Tag wurde bei allen großen Kulturen Mesopotamiens gefeiert, wie bei den Sumerern (3000 v. Chr.) und den Babyloniern (2000 v. Chr.) sowie bei den Elamern im südlichen Persien (2000 v. Chr.). Viele der Bräuche sind tief in der Zoroastrischen Religion verwurzelt. Besondere Bedeutung erlangte Nowruz unter den Achämeniden, die im 6. Jahrhundert vor Christus auf dem Gebiet des heutigen Iran unter Kyros dem Großen das erste persische Großreich errichteten.
Aufgrund dieser uralten Tradition verabschiedetet die UNO am 23. Februar 2010 eine Resolution durch die Nowruz als "Internationaler Nowruztag" anerkannt wurde. Schon am 30. September 2009 wurde Nowruz wegen seiner Bedeutung von der UNESCO als Weltkulturerbe registriert. Die mit der Anerkennung verbundenen internationalen Feierlichkeiten sollen den Menschen auf der Erde Hoffnung, Friede und Frohsinn bringen.
Dieses älteste und wichtigste iranische Fest fällt jedes Jahr auf den astronomisch bestimmten Frühlingsanfang. Höhepunkt ist der Augenblick, der Tag- und Nachtgleiche - Tahwil-e Sal – am 21. März und in Schaltjahren am 20. März. Als ein uraltes Brauchtum, das unabhängig von jeder Religionszugehörigkeit ist, wird mit Nowruz das Erwachen der Natur gefeiert, das Ende und Wiedergeburt so wie den Sieg des Guten über das Böse symbolisiert. In den letzten beiden Jahrhunderten hat sich Nowruz weit über Iran, bis zur Türkei, nach Syrien und Zentralasien verbreitet. Auch Menschen in Indien, Pakistan, auf dem Balkan und in Russland feiern diesen besonderen Tag.
Die Vorbereitungen für das persische Neujahrsfest beginnen lange vor den eigentlichen Feierlichkeiten. Fünfzehn Tage vorher (2011 also am 6. März!) werden Weizenkeimlinge auf einem Teller oder in einer Schüssel gepflanzt, damit sie bis zum Fest zu einem frischen grünen Teppich herangewachsen sind. Am wichtigsten ist der Frühjahrsputz. Die Familie hat alle Hände voll zu tun. Zerbrochene Dinge müssen entsorgt oder repariert und die Räume mit frischen Blumen hergerichtet werden.
Die eigentlichen Feierlichkeiten beginnen am Abend des letzten Dienstags vor Nowruz – Dschaharschambe Suri (2011 am 15. März!). Auf freien Plätzen werden aus angefallenen Holzresten des Frühjahrsputzes Feuer entzündet, über das Jung und Alt tanzend hinweg springen. Überall in den verschiedenen Regionen Irans gibt es zahlreiche weitere Brauchtumserscheinigungen und Riten um diesen besonderen Abend zu feiern. Am Freitag (2010 am 18. März!) vor Neujahr werden ein letztes mal die verstorbenen Verwandten auf dem Friedhof besucht: Ehrfurchtsvoll und mit Liebe werden ihre Gräber gesäubert und durch Schalen mit grünen Weizensprossen geschmückt. 
Haft Sin („sieben“ Dinge“), ist das wichtigste Brauchtum des Neujahrsfestes. Die „sieben Dinge“ werden auf einem Tisch oder einem Tuch auf dem Boden ausgebreitet. Die sieben Dinge, die mit dem persischen Buchstaben Sin beginnen, dem deutschen S, sind Symbole für die Grundnahrungsmittel des Menschen, für Glück und Reichtum: Sabze (Weizen), Sib (Apfel), Sir (Knoblauch), Serke (Essig), Somagh (saures Gewürz), Samanu (eine süße Speise aus Weizen), Sendsched (Mehlbeere), Sekke (Münzen, die Reichtum symbolisieren), Sonbol (Hyazithen, die Glück versprechen) und Sepand (wilde Raute, die für Weihrauch genutzt wird). Daneben gibt es noch andere Dinge, die nicht mit einem S beginnen wie Adschil (Nussmischung), süßes Brot, Joghurt, Käse und verschiedene Süßigkeiten. Außerdem liegen auf dem Tuch Symbole, die Glück verheißen und das Böse abwehren: Spiegel, Kerzen und Goldfische, die in einem gläsernen Wasserkrug schwimmen. Reichtümer versprechen hingegen die bunt bemalten Eier. Auf keinem Fall dürfen eine Gedichtsammlung von Hafez oder die Heldenepen von Ferdowsi, bei Muslimen der Koran und bei den Zoroastriern die Avesta fehlen.
Um das Jahr im neuen Glanz zu beginnen, und den Schmutz des alten Jahres zurückzulassen, nimmt die ganze Familie am Vorabend ein ausgiebiges „rituelles“ Bad, das in vielen Landschaftsräumen Irans durch bestimmte Riten genau vorgeschrieben ist. Danach schmückt man sich mit neu erworbener Kleidung. Den Jahreswechsel kündet der Hadschi Firuz an, eine Art Troubadour. Er ist bekleidet mit roten Kleidern und ist geschminkt mit schwarzer Farbe im Gesicht. Er ist vor allem in den Städten häufig zu sehen. Zum Höhepunkt der Feierlichkeiten verkündet er mit seiner Musik den Beginn des Frühlings und des neuen Jahres. Der Jahreswechsel wird besonders bei den Kindern mit Aufregung und Spannung erwartet. Ist der Zeitpunkt des Jahreswechsels gekommen, umarmen sich alle, wünschen einander Glück und tauschen Geschenke aus. Je nach den Möglichkeiten des Gebenden, können das bemalte Eier, Geldscheine, die extra für Nouruz neu gedruckt wurden, oder Spielzeug für die Kinder sein. Zum festlichen Abendessen gibt es Fisch mit Dillreis. In den nächsten zwölf Tagen ist das ganze Land unterwegs, um Bekannte und Verwandte zu besuchen. Begonnen wird bei den Ältesten. Während dieser Tage herrscht ein ständiges Kommen und Gehen, Glückwünsche werden ausgetauscht, Tee, Obst und Süßigkeiten serviert. Dieser schöne Brauch wird auch dazu genutzt, Zwistigkeiten und alles Schlechte der Vergangenheit zurück zulassen und sich mit einander zu versöhnen.
Das Fest endet mit einem großen Picknick am dreizehnten Tag nach Nowruz , dem Sizdah be Dar. Die ganze Familie verlässt die Stadt und sucht sich einen schönen Platz in der Natur zum geselligen Beisammensein. Der Grill wird ausgepackt, es wird miteinander gespielt oder musiziert. In großen Städten sieht man Iraner auch ihre Decken in Parks oder auf kleinen Grünflächen ausbreiten. Auf diese Weise heißen sie den Frühling willkommen. In die Weizensprossen, die vor Nowruz ausgesät wurden und inzwischen zu einem grünen Teppich herangewachsen sind, werden Knoten mit den eigenen Wünschen geflochten und in einen Fluss geworfen. So erhoffen sich die Iraner, dass das Böse, das der dreizehnte Tag mit sich bringt, fortgespült wird.
All diese Zeremonien, werden beim Nowruz Fest in Weimar natürlich nicht zelebriert. IRANHAUS wird aber den Weimarern am Sonntag, den 20. März 2011 ab 14 uhr einige dieser Traditionen zeigen und mit Leben erfüllen, damit in Weimar die kulturellen Brücken zu uralten Tradition in Iran lebendig gelebt werden. Wir laden Sie herzlich dazu ein.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen Ihnen ein frohes neues Jahr 1390 Eyd-e Nowruz mobarak!
An diesem Tag werden wir Ihnen die Tradition des "Haft Sin", der sieben glücksbringenden Dinge, näher bringen.
Um 18 Uhr, findet am festlich geschmückten Goethe-Hafez-Denkmal am Beethovenplatz in Weimar zu Ehren der beiden Großmeister der Poesie und Dichtung Goethe und Hafez eine Lesung aus Goethes "West-Östlicher Diwan", und aus dem "Diwan von Hafez", statt.
Am Samstag, den 26. März um 19 Uhr, laden wir Sie recht herzlich ein zu einem Konzert klassischer iranischer Musik im Forum-Saal des Leonardo Hotels, Belvederer Allee 25 in Weimar.
Seit über 2500 Jahren feiern die Iraner unabhängig von Ihrer jeweiligen Religionszugehörigkeit das Frühlings- und Neujahrsfest Nowruz.Dies bedeutet soviel wie „der neue Tag“ und steht für den Sieg des Lichtes über die Finsternis, des Guten über das Böse und des Frühlings über den Winter.
Aufgrund dieser uralten Tradition verabschiedetet die UNO am 23. Februar 2010 eine Resolution durch die Nowruz als "Internationaler Nowruztag" anerkannt wurde. Schon am 30. September vorigen Jahres wurde Nowruz wegen seiner Bedeutung von der UNESCO als Weltkulturerbe registriert. Die mit der Anerkennung verbundenen internationalen Feierlichkeiten sollen den Menschen auf der Erde Hoffnung, Friede und Frohsinn bringen.
Wir danken allen Gästen und Freunden des Iranhaus, dass sie das zweite in Weimar gefeierte Nowruz-Fest mit uns begangen haben und wünschen Ihnen und Ihren Familien Gesundheit, Frieden und Glück sowie einen schönen Frühling.
با تشکر از همه دوستان خوب و وفادار خانه ایران در وایمار که مثل همیشه یار و یاور ما بودند.