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Über den Inhaber, Pirusan Mahboob und IRANHAUS

Geboren bin ich in Bayern als Kind iranischer Eltern. Als deutscher Iraner ist es mehr oder weniger mein Schicksal, mich zwischen zwei Kulturen, Sprachen und Wertesystemen zu bewegen.

Dabei musste ich den Integrationsweg zweimal durchlaufen. Das erste Mal, als meine Familie Anfang der 80er Jahre nach Iran ging. Ich, das deutsche Kind, musste lernen ein "richtiger" Iraner zu werden. Es galt ja in einem Land, dessen Sprache man nicht kannte und dessen Bräuche man nicht wusste, Fuß zu fassen.

Als ich Mitte der 90er wieder nach Deutschland kam, inzwischen als Iraner, stand ich vor der umgekehrten Herausforderung. Zugegebener Maßen war das nicht so einfach, wie beim ersten Mal. Schließlich waren meine Eltern Iraner und ich damals noch klein. Jedoch heute, wenn ich mein Leben vor dem inneren Auge Revue passieren lasse, spüre ich, dass ich beide Identitäten, beide Kulturen aufrichtig liebe.

Als ältester Sohn der Familie war es für mich selbstverständlich, gemäß der Tradition, früh Verantwortung im Familienbetrieb zu übernehmen. Meine Eltern handelten in Deutschland mit Perserteppichen. Schnell entwickelte sich meine Liebe zu dieser antiken Kunstform, nicht zuletzt aufgrund ihrer unglaublichen Schönheit und Vielfalt. Auch heute noch empfinde ich eine ausgeprägte Leidenschaft für diese Meisterwerke.
Teppiche sind viel mehr, als nur geknüpfte Wolle oder Seide. Um sie zu verstehen, ist es erforderlich, mit regionaler Tradition, Kunst und Geschichte vertraut zu sein. Und hier knüpfe ich an…hier knüpfe ich einen „geistigen Teppich“…ja eine „geistige Brücke“, auf der sich die Menschen dieser Erde treffen und die eigene Seelenverwandtschaft als Menschen erkennen. Ein Teppich dessen Emblem das Friedenszeichen ist und dessen Schuss und Kette in der Farbe der Liebe und Verständnis für das Fremde durchtränkt ist. Eine Brücke schlagen zwischen Okzident und Orient, denn dort, wo die Sonne aufgeht, kann nicht viel anders sein als dort, wo sie untergeht.

Iranhaus , Das Unternehmen heute

 

Über das IranHaus

Iranhaus ist ein junges Unternehmen, dass vor  zwei Jahren in Regensburg, der Geburtsstadt von Pirusan Mahboob, gegründet wurde. Trotz schwieriger politischer Umstände hat das Iranhaus seit seiner Gründung mit viel Enthusiasmus und Euphorie einen großen Teil seiner Einnahmen in die Förderung des kulturellen Dialogs investiert. Gesellschaftliche und kulturelle Austauschprojekte sind zu einem festen Bestandteil des Firmenbildes geworden.

Als Hauptsponsor des „West-Östlichen Diwan Festivals Weimar 2009" kam Pirusan nach Weimar. Kurz zuvor wurde ein Städtfreundschaftsvertrag mit der iranischen Kulturhauptstadt Schiraz durch dem Oberbürgermeister, Herrn Stefan Wolf, unterschrieben. Das Werk von Hafes, ein Sohn der Stadt Schiraz, inspirierte Goethe einst zu seinem Meisterwerk „West-Östlicher Diwan". Die Klassikerstadt war deshalb der richtige Ort, um die Verständigung zwischen Orient und Okzident zu fördern. Deshalb entschied sich Pirusan spontan für den Umzug des Iranhauses nach Thüringen.

Seither hat das Iranhaus viele Künstler und kulturelle Projekte unterstützt und gefördert. Anlässlich des „Unesco Hafes Gedenktages Weimar 2010" haben wir zum ersten Mal die Kunstinstallation „Abrahams Daughters" des amerikanischen Künstlers Daniel Caleb Thompson (Künstlerhaus) vorgestellt.

Es war ein schwieriger Weg, der nur durch das moralische Engagement des Oberbürgermeisters Stefan Wolf und durch die Unterstützung gutherziger Freunde des Iranhauses ermöglicht wurde. Dafür möchten wir uns recht herzlich bei Ihnen bedanken.

Weil Versöhnung unser Schicksal ist.

Als "deutscher Iraner" freue ich mich sehr dafauf, Ihnen die persische Kunst und Kultur sowie Land und Leute näherzubringen.

Es entstand die Idee, die moderne Technologie zu nutzen und mit Hilfe dieser Webseite ein größeres Publikum zu erreichen für Interkulturele austausch. Denn gerade in Zeiten wie diesen erscheint es mir ausgesprochen wichtig, dass wir den Dialog suchen und aufrecht halten mit dem Ziel, gegenseitiges Vertrauen zu erreichen und gemeinsam zu existieren.

Iran zählt zu den Wiegen der Zivilasitionen, Gesegnet mit dem warmhertzigsten und gastfreunlichsten Menschen der Welt, die ihn seit Jahrtausenden bewohnen und kultivieren. Trotz seiner unglaublichen Pracht, unvergleichlich vielfältigen Natur, Literatur und Architektur aus etlichen Epochen ist er aus politischen Gründen kein klassisches Urlaubziel. Wir aber bieten den frei denkenden unter Ihnen die Möglichkeit an, sich Ihr eigenes Bild zu machen und den Iran einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten, um seine wahre Schönheit zu entdecken.

Wir sind uns sicher, dass Sie bei uns in guten Händen sind und werden alles dafür tun, dass Ihre Reise ein unvergessliches Erlebnis sein wird.

Hochachtungsvoll

Ihr Pirusan Mahboob

Herzlich willkommen im IranHaus Weimar

Das Interkullturelle Neujahrsfest der stadt Weimar zu unterstützen, ist ein Anliegen des IranHauses

 

 

 
 

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